Hotel Therme Laa & Silent Spa | Photo Diary & Erfahrungen

Da meine Oma im Weinviertel zu Hause ist, war mit der Therme Laa endlich eine neue Schwimmgelegenheit in die Umgebung eingezogen. Die Therme wurde im Oktober 2002 eröffnet, seitdem folgte die 4 Sterne Hotelanlage (2005) und das Silent Spa (Dezember 2016).

Meine obersten Prioritäten unterscheiden sich als es eröffnete deutlich zu heute. Nach der Schnitzeljagd der Nixe „Thaya“, der Rutsche Fantasia und dem Cornetto Soft, das man selbst auf das Stanitzl platzieren durfte, kann ich 14 Jahre später sagen, dass es nirgends bessere Unterhaltung für Kinder gibt.

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Das Hotel

Das ist mein zweiter Besuch im Thermenhotel. Im Winter ist die Innen-Wasserwelt der öffentlichen Therme extrem laut und überfüllt, voller schreiender Leute und somit bin ich echt froh, dass es im Hotelbereich ein kleines, ruhiges Innenbecken mit Liegefläche gibt.

Der Hotel-Thermalbereich verfügt über ein eigenes Spa und einer Vital Bar. Wer nicht daran glaubt, dass sich der ganze Körper im Fuß wiederspiegelt, muss unbedingt die Fußreflexzonenmassage ausprobieren. Nachdem man über alle fürchterlichen Nebenwirkungen wie Alpträume aufgeklärt wird, drückt eine Dame mit der Kraft eines ukrainischen Gewichthebers auf die Reflexzonen und klärt einen, nachdem man beherzt vor Schmerz aufruft, über die Stelle auf. Da ich für mein zartes Alter und vielleicht der Hypochondrie wegen, viele Wehwechen habe, war es eine unglaublich spannende Erfahrung. Näher werde ich wahrscheinlich nie an Voodoo herankommen.

Die Zimmer sind super schön und modern und sie verfügen über einen Balkon. Aussicht hat man keine, da Holzbalken diese versperren. In dem Einzelbett habe ich nicht zu gut geschlafen, aber vielleicht lag es auch an beschriebenem Voodoo.

Die riesige Regendusche ist mit einem Shampoo & Duschgel in 1 ausgestattet, sowie einer kleinen Flasche Body Lotion. Meine Empfehlung wäre selbst ein Necessaire mitzunehmen, denn zu zweit kommt man mit den hoteleigenen Beauty Produkten vermutlich nicht aus.

Ein kleines Problem habe ich persönlich mit den Check-In Zeiten, wenn man nur für eine Nacht bleibt. Kommt man am Vormittag von Tag 1 an, muss man seine sieben Sachen in einem Kästchen einsperren (keine zu großen Koffer!), geht in die Thermenanlage, bezieht um 15:00 sein Zimmer. An Tag 2 muss man um spätestens 11:00 auschecken, so wandert man wieder mit seinem ganzen Hab und Gut am Besten schon im Bademantel durch das Hotel. Das war der unerholsamste Teil des Aufenthalts.

Saunalandschaft

Im obersten Stock der öffentlichen Therme findet man eine Familien-Textilsauna mit freiem Eintritt. Die Kräuterhütte und die Baumhaussauna, sowie das Dampfbad „Abendrot“ sind auch für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Die Textilsauna ist sicherlich eine angenehmer erster Kontakt mit Saunen, jedenfalls kommt man hier nicht zum Entspannen, da sich niemand an Saunaetikette hält und die Atmosphäre sehr unruhig ist.

Die Thermen-Saunawelt ist eine der Besten in denen ich je war. Sie ist auf einen Innen-und Außenbereich aufgeteilt, mit einem Whirlpool in der Mitte im Inneren, sowie 2 Thermal-Aussenbecken.

Leider gibt es keine allgemeine Infrarotkabine, sondern nur eine 2 Personen-Kabine gegen Extra-Eintritt. Da man sowieso extra für die Thermen-Sauna zahlt, finde ich eine Zusatzpauschale etwas übertrieben.

Auf jeden Fall immer sofort den Aufgussplan geben lassen. In der Loft-Sauna gibt es Spezial-Aufgüsse wie Salz-Peeling, Creme, Gel und Hanf-Milch.

Der Hotel-Saunabereich schließt an den der Therme an. Er verfügt über eine Finnische Sauna, ein Dampfbad sowie ein Sanarium. Ich finde das Thermenangebot mehr als ausreichend, aber die Hotelsauna ist auf jeden Fall ruhiger. Besonders zum Liegen ist dieser Bereich viel angenehmer, in der Thermensauna ist es lauter und hektischer.

Kulinarik

Die Sache, die mir von meinem ersten Besuch am meisten in Erinnerung geblieben ist, war das Essen des Hotels. Auch diesmal, wurden wir nicht enttäuscht. Hauptspeise und Nachspeise werden à la Carte serviert, gleichzeitig gibt es ein umfassendes Vorspeisen-Buffet, eine Showküche und eine gute Auswahl an regionalen Weinen (Notiz: Wir befinden uns ja auch im Weinviertel, wenn schon, denn schon). Die Käseauswahl ist ein Traum. Beim Frühstück ist es schwer sich bei der riesigen Auswahl nur einen Teller zu nehmen, zu gut!

Schade finde ich, dass das Suppenbuffet, das es früher zu Mittag gab, anscheinend eingestellt wurde.

Auch Nicht-Hotelgäste können im Restaurant einen Tisch bestellen. Der Service und die Küche schreien normalerweise nach einem besonderen Anlass.

Silent Spa

Für einen Aufpreis von €45 können Hotelgäste, bzw. €89 für Thermengäste (am Wochenende, sowie an Feiertagen €49 bzw. €95) nun das Silent Spa genießen. Dieser Service beinhaltet eine reservierte Liege mit persönlichem Safe. Insgesamt bietet das Silent Spa Platz für 160 Erwachsene und Jugendliche über 16 Jahren.

Die Badetasche des Silent Spa enthält einen Leihbademantel und ein Leihbadetuch. Ebenfalls Plastik-Badeschuhe, die man sich anschließend als Geschenk mitnehmen darf. Es gibt Leihhandtücher für die Sauna überall im Spa verteilt zur Entnahme, die immer frisch aufgefüllt werden.

In der Mitte des Innenbeckens befindet sich ein riesiger, orientalisch-angehauchter Kaskadenbrunnen, sowie Massagedüsen. Schwimmt man einen Slalom zwischen den riesigen Säulen im Becken durch, kommt man in das mit dem Innenbereich verbundenen, wärmeren Thermal-Außenbecken. Der Zugang zum Solebecken ist im Außenbereich. Im Allgemeinen ist mir die Wasserlandschaft im Innenbereich etwas zu kühl.

Der Saunabereich im Silent Spa umfasst ein Tauchbecken, eine Biosauna (60°C) und eine Finnische Sauna (90°C) im Außenbereich. Im Innenbereich findet man ein Dampfbad, sowie einen Salz-Raum mit Trockensalznebel vor. Die Saunazeremonien, wie mit Schlamm aus dem Toten Meer oder die erfrischende Zeremonie mit Franzbranntwein findet man hier

Beim Restaurant im Silent Spa mag man gar nicht glauben, dass es außerhalb seiner Tore eine Welt mit Schwimmbad-Pommes, Spaghetti Bolognese und Himbeerwasser gibt. Auf der Speisekarte findet man beispielweise Flusskrebse und leichte Salate (Demenstprechend große Preise!). Zum Kaffee gibt es Sodawasser, muss ich mehr sagen? Das Kuchenbuffet am frühen Nachmittag ist im Preis inbegriffen. Zum Snacken und Hydrieren befindet sich im Liegenbereich eine kleine Bar mit Wasser, Tees von Sonnentor, sowie Obst, Nüsse, Kerne und Trockenfrüchte.

Jeder Gast erhält ein Tablet, mit dem man sich auch bequem Drinks und Speisen direkt zur Liege bestellen kann.

Die Garderobe ist ausgestattet mit Handföhn und VINOBLE Shampoo, Duschgel, Bodylotion und Handcreme, an den angenehm großen Frisiertischen.

Das Silent Spa ist eine schöne Abwechslung. Meine Empfehlung für jemanden der sich diesen Luxus gönnen will, wäre, sich dieses Service vielleicht für den letzten vollen Tag in der Therme zu reservieren. 

Der Zugang zum Silent Spa ist über Treppen, er ist zwar für Rollstuhlfahrer zugänglich, aber dennoch hätte ich mir einen Lift gewünscht. Die Treppen sind doch nass und für jemanden, der sich mit Treppen nicht leicht tut, ist das Hin- und Hergehen doch mühsam.

Alternative

Wem, die Therme Laa vielleicht eine Spur zu teuer ist, mein zweiter Favorit ist das Aqualand Moravia. Von Wien weg, fährt man nicht viel länger mit dem Auto. Es gibt 15 super lustige Rutschen, inklusive der „U-Wave“ (Halfpipe mit zweier Reifen) für die man sich ein bisschen Mut in der Poolbar im riesigen „Neptun“ Thermalbecken antrinken kann.

Die „Forum Romanum“ Saunawelt darf man nur mit Leintüchern-umwickelt betreten (Extra-Punkte für die Idee) und das absolute Highlight ist der Pool im Dampfbad (Caldarium). Generell fällt mir grad auf, dass sie viele gute Dinge einfach verschmelzen lassen. Kneipp-Rondell, Hamam, Salzbad, Infrarot-Kabine, Aromabad, etc. die Saunawelt ist riesig.

In Moravia ist das Sauna-Publikum auch deutlich jünger, als in den österreichischen Thermen, in denen ich bis jetzt war. Hier zahlt man nicht für den kompletten Tag für die Sauna, sondern zahlt für ein paar Stunden, falls man nicht den ganzen Tag dort verbringen will.